Was denkt der Hund?

Liebe Hundefans,

kürzlich habe ich noch berichtet, dass ich mich in der höchst angenehmen Lage befinde, Fachliteratur zu meinem Vergnügen zu lesen…

Bei „Was denkt der Hund“ von Alexandra Horowitz wich das Vergnügen schon nach wenigen Seiten schierem Pflichtbewußtsein und nach 311 Seiten habe ich – wider meine sonstigen Lesegewohnheiten – angeödet aufgegeben.

Von Anfang an hat mich die Attitüde der Autorin befremdet:
Sie hat ihre Erkenntnisse durch die Beobachtung von Hunden gewonnen.
Donnerwetter, wenn das nicht bahnbrechend ist!

Die lange Reihe von Forschern und Autoren, die dies vor ihr umfänglich betrieben haben, ist ihr offenbar keinerlei Erwähnung wert, sie gibt sich ganz so, als sei bisher niemand auf diese fantastische Idee gekommen.

Die Schilderungen der Sinnesleistungen unserer Hunde sind informativ, aber keineswegs neu. Die Berichte über das Abschneiden von Hunden bei verschiedensten Laborversuchen sind interessant, keine Frage, bringen dem geneigten Leser den eigenen Hund jedoch kein Stück näher.

Spätestens dann, wenn die Autorin das Verhalten ihrer eigenen Hündin interpretiert, wird klar, dass sie sich dem Thema „Hundeverhalten“ tatsächlich ausschließlich subjektiv gewidmet hat.

Wenn jemand im letzten Drittel dieses Werkes noch auf spektakuläre Erkenntnisse gestoßen ist, lasse ich mich gerne belehren – auf die Liste meiner persönlichen Buchempfehlungen kommt es nicht!

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Über Iris

Hofköchin, Hundefachfrau, Deko-Beauftragte, bekennender Schafsfan
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